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hannes
Autor

Anmeldungsdatum: 24.08.2005 Beiträge: 71 Wohnort: Wiener Neustadt
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Palau heißt mein letztes und vielleicht landschaftlich schönstes Ziel.
Palau hat sich nicht den föderierten Staaten von Mikronesien angeschlossen. Es bildet einen eigenständigen unabhängigen Kleinstaat von 17.000 Einwohnern und ist definitiv die westlichste Insel der Südsee, gehört aber zur Region Mikronesien. Die nächsten Inseln Richtung Westen gehören schon zu den Philippinen und damit zu Asien
In 1 Stunde fliegt man von Yap diesmal direkt mit Continental Air nach Palau.
Da dies meine letzten 3 Tage/ 4 Nächte in Mikronesien gönne ich mir das Beste in Palau. Das einzige Resort mit Sandstrand.
Das fabelhafte 5 Stern Palau Pacific Resort direkt am weißen Strand, türkisfarbenen glasklaren Wasser.
Über den Zimmerpreis (allerdings mit üppigsten Frühstücksbuffet)
schweigen wir lieber .... Oder doch nicht ....
Also gut ( USD 300,00 für einen Bungalow mit Blick auf die phantastischen Rock Islands .... war auch nur für 3 Tage .... )
Und zahlen mußte ich durch die Kreditkarte ja auch erste in einem Monat ....
Am frühen Morgen fallen mir schon beim opulentem Frühstücksbuffet die zahlreichen japanischen Gäste auf.
Palau ist auch fest in japanischer Hand..
Ich gehe zum Sandstrand. Auf Yap gabs einen kurzen schönen Strand. Hier ist es das erste Mal, daß ich auf dieser Mikronesien Reise wirklich baden kann in 29 oder 30 Grad warmen Wasser.
Ist noch immer eine Abkühlung.
Leider fängt es aber im Laufe des Vormittags bald zu regnen an und es regnet mehr oder weniger bis zum späten Nachmittag durch. Da wirkt der schöne Strand am Resort dann plötzlich nicht mehr so einladend.
Aber irgendwie bin ich auch selbst schuld.
Mikronesien in Juni also zu unseren Sommermonaten bedeutet auch Regenzeit. Maximale Luftfeuchtigkeit und Schwüle.
Aber so schlimm hab ich es auf den anderen Inseln nicht empfunden.
Auf Pohnpei einer der regenreichsten Inseln unserer Erde, regnete es 1 Tag überhaupt nicht, ansonst 6 - 7x am Tag kurze Schauer von 15 min. Danach wieder Sonnenschein.
Dafür ist auch alles so grün und von Vegetation überwuchert.
Auch Kosrae genauso. Nur kurze Schauer, sonst Sonne.
Auf Yap ein völlig verregneter Tag, 3 Tage nur Sonnenschein.
Keine schlechte Bilanz für die Regenzeit. Ja die Luftfeuchtigkeit ist
hoch, Kamera beschlägt sich sofort wenn man sich ins Freie bewegt. Jede halbe Stunde könnte man T-Shirt wechseln und duschen. Aber das bin ich gewöhnt von anderen Regionen und Ländern und ist bestimmt nicht schädlich ....
Auf Palau halt bin ich etwas enttäuscht, weil der 1. Tag ins Wasser gefallen ist.
Am Abend fahre ich mit den lokalen Bus in die Hauptstadt Korror.
Hier gibts billige Lokale. Im Hotel dinieren kann und will ich mir beim besten Willen nicht leisten.
Für den nächsten Tag allerdings muß ich umbedingt zu dem
Highlight von Palau. Eine Bootstour zu den fabelhaften Rock Islands.
Südlich der Hauptstadt Korror, lößt sich Palau in ein Gewirr von Tausenden Inseln und Inselchen auf.
Alle liegen wie Pilze mit grüner Vegetation überwuchert in glasklarem, türkisfarbenen, manchmal helllblauen, manchmal tiefblauen Pazifik.
Reiseagenturen haben im Palau Pazific-Resort ihre Vertretung und bieten diese Rock-Islands - Bootstouren an.
Leider gibts im Juni kaum Teilnehmer. Weiß der Teufel, was alle diese Japaner machen. Die meisten baden und bleiben im Hotel.
Zum Glück kann dann doch noch ein japanisches Ehepaar überredet werden und man führt die Bootstour auch mit nur 3 Teilnehmer durch ....
An hunderten solcher Rock-Islands fahren wir per Motorboot vorbei.
Immer weiter in den Süden des Staates Palau.
Auf einer solchen Trauminsel mit Sandstrand haben wir ein Barbecue und frönen dem Süßen Nichtstun in tropischer Sonne.
Zum Glück regnet es heute überhaupt nicht und die Tropen zeigen sich von seiner touristenfreundlichsten Seite.
Zahlreiche Pausen legen wir ein um im absolut glasklarem Wasser zu schwimmen und vorallem um zu schnorcheln.
Unglaublich welche Artenvielfalt. Fische in allen Farben. Rießenmuscheln, Mantas und Rochen man nur schon beim Schnorcheln erkennen kann. Hier bedaure ich zutiefst, daß ich keine Tauchkurs absolviert hab und kein Gehäuse dabei habe für Unterwasseraufnahmen mit der Foto- und Videokamera.
Durch solche "natürliche" Brücken fahren wir mit dem Boot bis zur südlichen Insel Peleliu, auf welcher sich 1945 eine der blutigsten Schlachten des 2. Weltkriegs zugetragen hat.
Mein Wunsch eine kombinierte Bootstour/Geländewagen - Tour zur größten Palau-Insel Babeldaob um auch etwas von der Kultur Palaus zu sehen und vorallem den Steinbruch zu besuchen, wo die Rais für Yap produziert werden, erfüllt sich leider nicht, da hierfür keine Interessenten gefunden wurden.
Ich hätte höchstens für eine Privattour den 4 fachen Preis bezahlen können .....
Also begebe ich mich am nächsten Tag mit dem gleichen freundlichen yapanischen Ehepaar auf eine weiter Rock-Island-Tour in den Süden von Palau. Diesmal auf anderer Route.
Leider war es mir auch nicht vergönnt den fabelhaften Jellyfish-Lake im Zentrum einer großen Palau - Insel zu besuchen.
Hier haben sich in einem Süßwassersee auf einer Insel Quallen entwickelt, die ihre Nesselorgane völlig verloren haben und man kann zwischen Millionen von ihnen im Wasser schwimmen und tauchen.
Alles in allem hätte es noch viel zu sehen und zu erleben gegeben.
Leider war meine Zeit hier zu kurz, bzw. die Organisation war gerade hier auf
der touristischen Insel Palau (170.000 Touristen pro Jahr) aus welchem Grund auch immer nicht einfach.
Am 4. Tag mußte ich leider meinen letzten Flug mit Continental Air nach Manila antreten um am Abend nach Europa zurückzufliegen.
Aber Palau ist nicht aus der Welt nur 2 1/2 Flugstunden von Manila entfernt und die Air Palau die staatseigene Fluglinie will Manila auch bald bedienen.
Also was spricht gegen eine Rückkehr ......
So jetzt bin ich mit meiner Südseetriologie am Ende.
Melanesien "fehlt" mir noch .
Da will ich noch hin. Vanuatu ist kulturell faszinierend.
Auf der Pfingstinsel (Pentecoast Island) hat man das Bungy Jumping entwickelt. Seit Urzeiten springen dort zur Erntezeit die Jungen als Initiationsritus mit einer Liane an den Unterschenkeln gesichert von Urwaldrießen. So berechnet, daß sich das Seil ein paar Zentimeter vor Bodenberührung sichert.
Außerdem gibts auf Vanuatu noch zahlreiche aktive Vulkane, z.B. auf der Insel Tanna .....
Dann gibts noch die Salomonen Inseln, touristisches Neuland, die Inseln rund um Neuguinea, usw, usf .....
Viel zu viel für ein Reiseleben .....
Wenns recht ist dann setze ich als nächstes mit Australien fort ...
Ist zwar offiziell ein Kontinent, aber meiner Meinung doch eine Insel und deswegen nicht off topic ...
P.S.
Noch viel mehr Bilder über Mikronesien und die Osterinsel werde ich am Wochende in die Gallerie stellen. _________________ www.langzeitschach.info
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