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InselTalk Foren-Übersicht -> Reiseziele -> Die Südsee -> Die kleinen Inseln - Mikronesien - Pohnpei
Diese Thema hat bisher 3 Antworten.
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hannes

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Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beiträge: 71
Wohnort: Wiener Neustadt

#691 Beitrag 691Verfasst am: Mi, 12. Okt 2005 21:03    Titel: Die kleinen Inseln - Mikronesien - Pohnpei Antworten mit Zitat

Zur Erinnerung:

Die Südsee wird grob in Polynesien (die vielen Inseln), Melanesien (die schwarzen Inseln) und eben Mikronesien (die kleinen Inseln) eingeteilt.

Mikronesien ist der westlichste Teil der Südsee, beginnt östlich von den Philippinen und umfaßt die Republik Palau, die "Federated States of Mikronesia" (früher auch Karolinen-Inseln genannt), die Marianen Inseln (das große US-Territorium Guam, Saipan, usw..),
die Marshall - Inseln (Bikini - Atoll Crying or Very sad ), das Atoll Nauru und die
Republik Kiribati.

Nachdem ich im März 2004 die östlichste Südsee-Insel die Osterinsel besuchen durfte, reizte mich diesmal die Inseln am genau anderen "Ende" der Südsee.


Die Anreise war eine kleine Odysee:

Von Frankfurt gings mit Lufthansa recht "zügig" via Guangzchou - China in etwa 14 Stunden nach Manila.
Hier wären es nur noch 2 1/2 Flugstunden mit Continental Air Micronesia zur ersten Südsee-Insel Palau gewesen, aber diese Destination wird nur 2 x pro Woche angeflogen und zwar Mittwoch und Samstag. Da ich aber an einem Sonntag Abend in Manila ankam, Durfte ich nach einem weiteren 3 1/2 stündigen Aufenthalt mit Continental Air nach Guam dem Verkehrsknotenpnkt in der Region weiterfliegen. Hier war auch noch nicht Schluß nach 4 stündiger sinnloser Immigrationprozedur der bürokratischen US-Behörden (obwohl ich Transitpassagier war und nicht in US-Territorium einreiste), gings nochmals für 4 Stunden weiter zur Hauptinsel der Föderierten Staaten von Mikronesien.
Endlich also nach einem 24 stündigen Flugmarathon war
Pohnpei die Hauptinsel Mikronesiens erreicht Very Happy Very Happy

Schwüle heiße Luft empfängt mich am kleinen Flughafen.
Die Einreiseprozedur ist in nu erledigt. Die Beamten sind überaus relaxt und freundlich (ganz im Gegensatz zu jenen US-Officers auf Guam). Nach dem raschen Erhalt des Gepäcks besteige ich schon den wartenden Minibus des OceanView Plaza Hotels.
Kling hochtrabend der Name des Hotels. Ist aber eigentlich ein
einfaches Haus. Die Preise sind aber wie überall in der Südsee doch sehr gesalzen. USD 85.00 zahle ich für das Zimmer.
Ohne Frühstück wohlgemerkt.
Dafür mit diesem Blick:







Warum kommt man auf Pohnpei:

Die Insel ist dafür "bekannt" die einzige Ruinenstadt der Südsee zu beherbergen. Schon im 14 Jahrhundert hatten die Insulaner eben hier in Städten gewohnt.
Diese Einzigartigkeit für die Südsee stimmt so nicht ganz.
Weilc auch auf der Nachbarsinsel zeugen Ruinen vom Städtebau.
Und was nur ganz wenige Leute wissen, schon Thor Heyerdahl hat in den 50er Jahren im Anschluß seiner Osterinsel-Forschungsreise auf Rapa Iti, der
südlichsten Insel der Australinsel-Gruppe in Französisch Polynesien städtische Befestungsanlagen ausgegraben.
Aber Pohnpei ist eben bekannt für Nan Madol - die Ruinenstadt der Südsee.
Jeder Tourist auf Pohnpei will eben Nan Madol sehen.
Apropos Tourismus:
Noch am Ankunftstag ignoriere ich Jet-Lag, Müdigkeit und tropische Hitze und steuere direkt aufs Pohnpei Visitors Bureau der kleinen Inselhauptstadt Kolonia zu.
Völlig überwältigt und überrascht ist man dort, daß es wieder einmal ein Tourist hierher geschafft hat.
Überaus freundlich werde ich von der kompletten Belegschaft und dem Büroleiter begrüßt.
120 - 150 fremde pro Monat erreichen diese Insel. Die überwiegende Mehrzahl davon sind jedoch japanische und US - Geschäftsleute und nur wenig Touristen. Seine Statistik ist recht detailiert und so erfahre ich, daß ich der 1. Österreicher seit genau 1 Jahr auf Pohnpei bin.
Alle Hebel werden sofort in Bewegung gesetzt um meinen Wunsch eine Bootstour nach Nan Madol zu verwirklichen.
Und wirklich am nächsten Tag sitze ich in einem kleinen Boot mit 2 amerikanischen Touristen und erreiche die mysteriöse Ruinenstadt.



Am nächsten Tag will ich mit einem Mietwagen um die Insel fahren.
Doch alle Autos sind rechtsgesteuert und haben Automatik, fahren aber auf der rechten Seite. Verkehrte Welt.
Obwohl angesichts des geringen Verkehrs, daß auch kein Problem wäre, klemmt sich Johnny vom Visitors Bureau sofort hinter sein Telefon und kontaktiert alle Vermieter, bis endlich das gewünschte Fahrzeug mit europäischer Steuerung gefunden ist.
Schließlich erklärt er sich noch bereit mir kostenlos einen ganzen Tag als Guide zur Verfügung zu stehen. Was sich als sehr sinnvoll erwiesen hat.
Es führt zwar nur eine richtige, teilweise asphaltierte Straße rund um die Insel, doch um diverse Sehenswürdigkeiten zu besuchen, muß man öfters direkt auf kaum sichtbaren Abzweigungen in die Berge fahren.
Und die hätte ich wohl alleine kaum gefunden.
Sollte jemand in diese abelegene, exotische Insel besuchen, kann ich ihm nur wärmstens das Visitor Bureau und hier Johnny empfehlen.
Mein Guide hat das College von Micronesia absolviert, spricht bestens Englisch und so erfahre ich auch allerlei interessante Dinge über den Alltag auf Pohnpei.

Während meiner Autofahrt um die Insel besuche ich zahlreiche Wasserfälle, sehe Mitten im Regenwald auf den Bergen zurückgelassene Flugabwehrbatterien der Japaner, die ja diese Region bis zur Befreiung durch die Amerikaner okupiert hatten.
Unteranderem sehe ich auch folgende schöne Gebirgsformation, der im einheimischen Sprachgebrauch recht derb Chickenshit-Rock genannt wird:
Mr. Green




Als schöner Abschluß dieser Rundreise fahren, bzw. wandern wir auf die höchste Erhebung der Insel Sokehs, welche durch eine Brücke mit der Hauptinsel verbunden ist um solche Ausblicke zu genießen.





Am letzten Tag auf Pohnpei (Ich hab 3 - 4 Tage pro Mikronesischer Insel eingeplant) möchte ich mal baden. Ich chartere ein Boot um mich auf die winzige Insel Lenger nördlich von Pohnpei zu bringen.
Werde aber hier enttäuscht. Die Insel hat wie fast alle in dieser Region keine Sandstrände. Stattdessen gehen Mangrovenwälder direkt von der Küste ins Meer über. Baden ist absolut unmöglich. Außerdem herrscht hier Ebbe und man könnte fast zur Hauptinsel Pohnpei hinüber wandern.
Ein (sehr holprig) geführtes Gespräch mit dem Chief der winzigen Insel bringt Tipps für den Inselrundgang und als Highlight ein paar liegengelassene japanische Kanonen und abgestürzte Bomber mitten im Regenwald ....

Am Tag darauf besteige ich erneut einen Linienflug der Kontinental Airline um nach Kosrae zu fliegen.

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rainer

Gast



#714 Beitrag 714Verfasst am: Mi, 09. Nov 2005 00:16    Titel: Re: Die kleinen Inseln - Mikronesien - Pohnpei Antworten mit Zitat

Hannes mein Respekt!

Geile Fotos und super Berichte.

Die Südsee ist schon lange auf meiner Liste der Wunschreiseziele.
Gestern noch habe ich eine Reportage gesehen von einem der mit Familie dahin gesegelt ist.

May be, du kannst mir noch ein paar Infos geben? Ich bin mit sowas noch nicht so erfahren.

Flugzeit ca. 24 Std. sagst Du. Was kostet so ein Flug? Hast Du Empfehlungen für eine gute Airline? Ist es besser pauschal zu buchen, oder stellst Du solche Reisen selbst zusammen.

Reichen die drei bis vier Tage pro Insel, oder sollte man längere Aufenthalte planen?

Oh, das sind doch mehr Fragen geworden. Will ja nicht nerven.
Beantorte bitte trotzdem ein paar davon. Danke.

Kleine Anmerkung : Blöd finde ich, daß ihr das alles über verschiedene Websites verteilt habt. Weiß nicht, was ich bookmarken soll. scratch

Aber ansonsten eine geile Site! thumright

Happy travel

Rainer
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hannes

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Anmeldungsdatum: 24.08.2005
Beiträge: 71
Wohnort: Wiener Neustadt

#716 Beitrag 716Verfasst am: Mi, 09. Nov 2005 20:22    Titel: Re: Die kleinen Inseln - Mikronesien - Pohnpei Antworten mit Zitat

@ Rainer

Die Fluglinie und Flugdauer hängt davon ab, welche Südseeregion Du besuchen möchtest.

Sollte es Tahiti und die östliche Südsee sein, dann fliegt man am sinnvollsten über Amerika.

Etwa: FRA - LAX - PPT (Frankfurt - Los Angeles - Papeete(Tahiti))
um ca. EUR 1.200,00
FRA - LAX 12.50h LAX - PPT 8.30h

Alles mit der sehr guten Air New Zealand oder mit AF (Air France)

Auf die Osterinsel gehts nur von Tahiti oder von Santiago de Chile
Santiago de Chile - Rapa Nui 4.50 h EUR 600,00 mit
Lan Chile.
Aber die Osterinsel wird man ohnehin sinnvollerweise mit einer Chile-Reise kombinieren (Chile ist auch sehr schön)

Andere Inseln Polynesiens wie Samoa und Tonga am besten auch
vie Los Angeles auf der Westroute

Nach Mikronesien flieg ich am zeitsparendsten über die Ostroute

FRA - MNL (Frankfurt - Manila) in 14.40h mit Lufthansa um ca. EUR 900,00

und dann mit Continental Air Micronesia von MNL nach ROR (Palau) in. 2.40h um EUR 475,00
oder von MNL nach GUM (Guam) in 3.30h um EUR 380.00

Nach Melanesien (Fiji, Neukaledonien, Vanuatu, Salomonen) fliegst Du am besten über Sydney Australien in ca. 24 h.

Teuer sind etwa in Mikronesien die interinsularen Flüge.
Auf Tahiti sind wir weitaus günstiger, aber dafür natürlich auch viel weniger komfortabel mit dem Frachtschiff von Insel zu Insel gereist.

3 - 4 Tage sind pro Insel genug.
Mikronesien bedeutet ja die kleinen Inseln.
Pohnpei die größte Insel Mikronesienes umrundest Du etwa in 1/2 Tag mit dem Mietwagen. 1 Tag und Du hast viel Zeit um auch gemütlich nach links und rechts zu schauen.
1 Tag ein Bootsausflug zu Nan Madol, 1 Tag zum Relaxen oder spazieren durch die "Hauptstadt" oder zu einem Ausflug ins Inselinnere und Du hast schon viel gesehen.

Um das ganze Straßennetz von Yap zu befahren benötigte das gecharterte Taxi 6 Stunden.
Nur auf Palau hätte ich gerne etwas länger verweilt.

Die Inseln von Tahiti sind ähnlich klein. Auch hier sind 4 Tage pro Insel imho genug. Die Standardtouren auf Rapa Nui dauern auch 3 - 4 Tage.

Tahiti hab ich als Pauschalgruppenreise auf Campingbasis bei Ikarus Reisen "gemacht". 3 Wochen mit Aufenthalt auf der Hauptinsel Tahiti, Bora Bora, Raiatea, Huahine und Moorea für damals DEM 5.000,00 gemacht.

Mikronesien jetzt individuell alles von zu Hause selbst organisiert.
Hotels per email gebucht. Flüge übers Internet gebucht.
Hat mir irgendwie besser so gefallen. Kein Gruppenzwang .....
Die organisation von Ausflügen, Mietwagen, Taxifahreren und Guides vor Ort war eigentlich völlig unproblematisch.


Welche Südseeinseln willst Du denn besuchen ?

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Zuletzt bearbeitet von hannes am Mi, 09. Nov 2005 22:14, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Frank

Moderator
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Anmeldungsdatum: 26.07.2004
Beiträge: 539
Wohnort: Dorsten - Lembeck

#717 Beitrag 717Verfasst am: Mi, 09. Nov 2005 20:31    Titel: Re: Die kleinen Inseln - Mikronesien - Pohnpei Antworten mit Zitat

Hi Rainer,

die Antwort zum Thema Südsee überlasse ich Hannes, der kennt sich aus. [edit] Oops, er hat schon [/edit]

rainer hat folgendes geschrieben::
Oh, das sind doch mehr Fragen geworden. Will ja nicht nerven.
Beantorte bitte trotzdem ein paar davon. Danke.

Sicherlich kein Problem. Das Forum lebt schließlich von Fragen und Antworten. Wink

rainer hat folgendes geschrieben::
Kleine Anmerkung : Blöd finde ich, daß ihr das alles über verschiedene Websites verteilt habt. Weiß nicht, was ich bookmarken soll.

Das ärgert mich mittlerweile auch. Dummerweise habe ich mir anfänglich zu wenig Gedanken über die Struktur gemacht. Das jetzt zu ändern hieße, gute Plätze bei Google aufzugeben.

Drei Bookmarks sind doch nicht schlimm, oder? Laughing Außerdem sind alle Bereiche untereinander direkt verlinkt. Wenn dir ein Link fehlt, sag Bescheid, dann denke ich drüber nach.

rainer hat folgendes geschrieben::
Aber ansonsten eine geile Site!

Danke, hört man gern. Embarassed

Gruß

Frank

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Mehr dazu: InselFans -- das Reiseportal :: Die Fotogalerie :: Der Inselfans Webkatalog
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