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Frank
Moderator

 Anmeldungsdatum: 26.07.2004 Beiträge: 547 Wohnort: Dorsten - Lembeck
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Block 3 der nationalsozialistischen Ferienanlage Prora ist für 360.000€ verkauft worden. Das berichtet die dpa am 25.02.2005.
In dem Komplex mit 68.000 qm Nutzfläche befinden sich mehrere Museen. Die Mieter fürchten nun Erhöhungen ihrer Pachten und weitere Schwierigkeiten durch den neuen Besitzer.
Vertreter des Prora-Museums wollen den Petitionsausschuß anrufen um gegen den Verkauf vorzugehen. Der Stifter der Graphiksammlung Vogel droht mit Rückzug. Die Stiftung Neue Kultur macht ihren Verbleib von den neuen Vertragsbedingungen abhängig.
Der neue Besitzer Kurt Meyer, ebenfalls Museumsbetreiber, will in der Anlage ein Hotel und Unterkünfte für Jugendliche, Behinderte und Senioren betreiben.
Eine sinnvolle Nutzung der gigantischen Anlage ist sicherlich erstebenswert.
Man muß sich allerdings fragen, warum jetzt ausgerechnet der vielfältig genutzte Block 3 verkauft wurde, obwohl die nebenstehenden Blöcke für eine Hotelanlage ebenfalls zur Vefügung stehen.
Zur Vorgeschichte des Verkaufes informiert die Webseite der Museumsmeile-Prora.
Bereits im letzten Jahr ist der nördlichste Teil, der Block 6, für 625.000€ verkauft worden. Der Block besteht nur noch aus denkmalgeschützten Ruinen und steht im Landschaftsschutzgebiet, so daß unklar ist, was der Käufer mit der Anlage vorhat. Vermutet wird, daß die zur Anlage gehörenden Verkehrsflächen genutzt werden sollen.
Frank
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Erika
Gast
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Die Behörden sind einfach froh, dieses geldfressende Monster endlich los zu werden. Schon die Kosten für die Sicherung der Anlage sind vermutlich ein satter Posten im entsprechenden Etat.
Da ist es dann auch egal, dass schon der Block 6 an eine Firma aus Liechtenstein ging, von der niemand genau weiss, wer sie ist und was sie vorhat. Die erzielten Verkaufspreise sind, auf den Quadratmeter Grund umgerechnet, ein Witz.
Ich war begeistert vom Engagement der Leute in den Museen.
In Proa eine Künstlersiedlung, die Kreativität fördert, aufzubauen wäre ein geiles Ding. Der Anfang war gemacht.
Mieter zu verunsichern und Existenzen zu gefährden ist dem Staat doch egal.
Aber so ist es halt. Wirtschaftliche Interessen gehen halt immer vor Kultur. Und in Zeiten des Geldmangels wird alles versilbert.
Eine traurige
Erika
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Schnappi85
Wanderer

Anmeldungsdatum: 19.09.2011 Beiträge: 22
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Da muss ich Erika echt in allem Zustimmen.
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